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21.08.2026 15:00

EPTA7: Wo Industrial Metal auf cineastischen Urban-Horror trifft

Das aktuelle Line-up der Band EPTA7: Miss Grey (Bass, Backgroundgesang), Gianz Vukodlak (Schlagzeug, Samples, Backgroundgesang).
Das aktuelle Line-up der Band EPTA7: Miss Grey (Bass, Backgroundgesang), Gianz Vukodlak (Schlagzeug, Samples, Backgroundgesang). (Bild: EPTA7)

Das 2012 in Dublin gegründete irisch-italienische Projekt EPTA7 ist mit einer neuen Identität und einer Welt zurückgekehrt, die weit über die Grenzen eines herkömmlichen Metal-Albums hinausgeht.

Ihr Debütalbum „Here Come the Freaks“ vereint Industrial Metal, düstere Elektronik, verzerrte Gitarren und filmische Atmosphären mit einem Konzept, das sich um urbanen Verfall, Angst und Verwandlung dreht. Anstatt zwölf zusammenhanglose Songs zu präsentieren, enthüllt das Album nach und nach eine dystopische Stadt, in der die Architektur lebendig wirkt, Erinnerungen Teil der Umgebung werden und deren Bewohner langsam von der Welt um sie herum verändert werden.

Im Zentrum dieses Universums steht die Idee, dass die „Freaks“ keine Außenseiter sind. Sie sind das Produkt der Stadt selbst.

Songs wie „The Fog“, „The Walls Breathe“, „Frozen Town“, „Mostri Dentro“ und „Black Circuit Fear“ beleuchten diese Idee aus verschiedenen Perspektiven. Isolation, Paranoia, Trauma und der Verlust der Identität tauchen immer wieder auf dem gesamten Album auf, während industrielle Rhythmen und elektronische Texturen der Musik einen mechanischen und manchmal klaustrophobischen Charakter verleihen.

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Die visuelle Seite von EPTA7 ist daher zu einem immer wichtigeren Teil des Projekts geworden.

In „The Walls Breathe“ verwandeln Korridore und scheinbar lebendige Architektur eine städtische Umgebung in etwas Organisches und Bedrohliches. „Frozen Town“ erschließt einen weiteren Teil derselben Welt und zeigt eine Stadt, die unter Eis und Stille gefangen ist, während unter ihrer scheinbar leblosen Oberfläche weiterhin etwas existiert.

Die Videos sind nicht einfach als Illustrationen einzelner Songs gedacht. Zusammen etablieren sie nach und nach eine wiederkehrende Bildsprache rund um EPTA7: Nebel, verlassene Räume, verzerrte menschliche Figuren, seltsame Kreaturen und Städte, die scheinbar eigene Erinnerungen besitzen.

Dieser Ansatz spiegelt die breiteren Einflüsse des Projekts wider. Industrial- und Alternative-Musik bilden einen Teil des musikalischen Fundaments, während Horrorliteratur, surreale Bildwelten und Filmemacher wie Tim Burton und Guillermo del Toro die visuelle Vorstellungswelt mitgeprägt haben. Die düsteren Welten, die man mit H. P. Lovecraft und H. R. Giger verbindet, lassen sich auch in der Faszination des Projekts für Verwandlung und die Grenze zwischen dem Menschlichen und dem Monströsen spüren.

EPTA7 entstand ursprünglich aus der Dubliner Underground-Szene mit dem „Eptasystem“-Material, bevor es in eine lange Phase der Inaktivität ging. Das Projekt tauchte schließlich mit neuem Material und einer anderen Perspektive wieder auf, was mehr als ein Jahrzehnt nach den ersten Aufnahmen zur Fertigstellung von „Here Come the Freaks“ führte.

Diese Zeitspanne zwischen den Anfängen des Projekts und seiner aktuellen Inkarnation hat auch seine musikalische Identität verändert. Was eher im Bereich des Industrial Metal begann, hat sich zu etwas entwickelt, das sich weniger leicht definieren lässt und neben härteren Elementen auch düstere Alternative Musik, Elektronik, Post-Punk-Spannung und soundtrackartige Passagen vereint.

Dabei geht es weniger darum, in einem bestimmten Genre zu bleiben, als vielmehr darum, eine bestimmte Atmosphäre aufrechtzuerhalten.

Mit „Here Come the Freaks“ haben EPTA7 den Rahmen geschaffen, in dem diese neue Phase des Projekts stattfindet. Jeder Song eröffnet einen weiteren Teil der Stadt, und jedes neue Bild enthüllt etwas Neues, das darin lebt.

Das neueste Kapitel ist „Frozen Town“, dessen offizielles Video diese dystopische Landschaft weiter zu einer Stadt ausweitet, die unter Eis, Stille und Wandel gefangen ist.

Die Stadt wächst weiter.

Und ihre Monster auch.

ANSEHEN: EPTA7 – Offizielle Videos

ANHÖREN: EPTA7 auf Spotify